Wobei hilft Psychotherapie?
Störungen des psychischen Wohlbefindens, beispielsweise durch Angst, Traurigkeit oder Ärger sind durchaus normal und keine Krankheit. Sie treten sogar recht häufig auf, zum Beispiel nach Misserfolgen, in schwierigen Lebenssituationen oder unter großem Stress. Wenn psychische Symptome jedoch zu intensiv, zu häufig oder lang anhaltend sind und so das Wohlbefinden dauerhaft beeinträchtigen spricht man von "Erkrankungen der Psyche" oder Psychischen Störungen, die mit psychologischer Therapie behandelt werden können.
Psychologische Therapie kann darüber hinaus auch bei einer Reihe von "nicht-psychischen" Leiden von Nutzen sein: Chronische Schmerzen, Tinnitus, Diabetes, Übergewicht sind Beispiele für körperliche Erkrankungen, in denen psychologische Behandlungen im Rahmen einer integrierten Behandlung durch den Haus- oder Facharzt stattfinden können.
Was ist Psychologische Psychotherapie?
In der Psychotherapie versuche ich gemeinsam mit meinen Patienten psychologische Mechanismen zu erarbeiten, die "die Störung" beeinflussen. Dabei arbeite ich nach folgenden Methoden und Prinzipien:
Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie wurde in den 1950er Jahren als psychologische Therapie von Ängsten entwickelt. Mit dem stetig wachsenden psychologischen Wissen hat sich die Vorgehensweise der Verhaltenstherapie auf nahezu alle Bereiche psychischen Erlebens ausgedeht.
Kennzeichnend für die Verhaltenstherapie sind die wissenschaftliche Orientierung an der Psychologie und die Ausrichtung auf konkret beschreibbare Veränderungen.
Kognitive Verhaltenstherapie
In der Kognitiven Verhaltenstherapie werden insbesondere die Auswirkungen des Denkens auf psychische Störungen betont: "Das, was in unserem Kopf vorgeht", d.h. unsere Gedanken beeinflussen in hohem Maße, wie wir uns fühlen.
Über Ihre "Do-It-Yourself-Gehirnwäsche" (so beschrieb eine Patientin die Methode einmal auf treffende Art) behalten Sie in der Therapie selbstverständlich die Kontrolle: Sie lernen Ihre automatischen Gedanken und Bewertungen genauer kennen und können in der Therapie diejenigen verändern, die Ihnen das Leben unnötig schwer machen.
Beratung in Lebenskrisen
Manchmal verfolgt man in einer Psychotherapie zunächst keine konkreten Ziele, sondern steckt zum Beispiel in einer Krise fest, in der man "einfach nicht mehr weiter weiß".
Ein klärungsorientiertes therapeutisches Vorgehen hilft Ihnen dabei, "die Dinge zu sortieren" oder "in den Griff zu kriegen", neue Ziele für sich zu entwickeln oder einen persönlichen Sinn zu finden.
Konfrontation bei Ängsten und Zwängen
Die sogenannte Konfrontations- bzw. Expositionstherapie ist die wirksamste Methode zur Behandlung von krankhaften Ängsten und Zwängen.
Ich begleite Sie in praktischen Konfrontationsübungen nach Absprache zum Beispiel im Auto, in der U-Bahn, auf eine Hochhaus-Feuertreppe oder eine Brücke. Dabei übernehme ich die Rolle eines psychologischen Trainers und arbeite mit Ihnen an der aktiven Überwindung Ihrer Ängste oder Zwänge.
Therapie-Prinzipien
Ressourcenorientierung
Jeder Mensch hat besondere Stärken. Von Beginn der Gespräche an versuchen wir, Ihre Stärken für Ihre Ziele zu nutzen. Ich helfe Ihnen dabei, Ihre Stärken (neu) zu entdecken oder zu entwickeln.
Zielorientierung
"Sie sind der Boss!" Wir legen zu Beginn unserer Gespräche Ihre Ziele fest und nutzen sie zur Steuerung des Prozesses. Das bedeutet, dass Sie Ihre Ziele auch während der Behandlung konkretisieren oder verändern können. Sie treffen alle Entscheidungen über Ihre Ziele und geben mir so gewissermaßen einen "Arbeitsauftrag" für unsere Gespräche.
Transparenz
Die Inhalte und Ziele unserer Gespräche bleiben für Sie stets klar erkennbar.
Ich erläutere Ihnen gerne warum ich in der Therapie etwas tue oder sage, damit Sie Ihre eigene Entwicklung und das Therapie-Geschehen möglichst gut verstehen und davon profitieren können. So lernen Sie, psychologische Lösungen selbstständig zu entwickeln.
Datenschutz
Alle personen- und therapiebezogenen Daten und Unterlagen bleiben unter strengem Verschluss und dürfen nicht ohne Ihre ausdrückliche schriftliche Zustimmung weitergegeben werden.